Elternini

Das Kinderhaus wird von einer Elterninitiative betrieben: Die Eltern schaffen den Rahmen für den Kinderhaus-Alltag. Sie entscheiden zusammen mit den Bezugspersonen über alle Angelegenheiten der Einrichtung. Das fordert viel ehrenamtliches Engagement und Motivation und schafft freundschaftliche Beziehungen zwischen den Eltern. Die Eltern haben - im Gegensatz zu anderen Kindertagesstätten - die Chance, am Alltag ihrer Kinder teilzuhaben und ihn mitzugestalten. Das Kinderhaus ist ein wichtiger Bestandteil des Familienlebens.

Alle wichtigen Entscheidungen werden basisdemokratisch getroffen. Auf der monatlichen Vollversammlung (großer Elternabend) sowie an den Eltern-Team-Wochenenden (ein bis zweimal im Jahr) klären Elternschaft und Team pädagogische, strukturelle, personelle, organisatorische und inhaltliche Fragen, die das gesamte Kinderhaus betreffen. Auf den zusätzlichen Elternabenden der Kleingruppen (ein- bis zweimal monatlich) geht es um deren Belange, Eltern und Bezugspersonen tauschen sich über pädagogische Themen aus.

Am Freitagnachmittag - während der Teamsitzung - betreuen Eltern die Kinder in der Einrichtung. Weitere Elterndienste sind während ganztägiger Teamsitzungen, bei Krankheitsfällen und Urlaub des Teams zu leisten. Dabei lernen Eltern und Kinder sich kennen und unternehmen gemeinsam etwas.

Die Eltern kochen freitags und während des Urlaubs des Kochs. Derzeit kocht jede Familie drei- bis viermal im Jahr für etwa 40 Kinder und zehn Teammitglieder Mittagessen und bereitet für sie die Brotzeit.

Darüber hinaus kümmern sich die Eltern um den Rahmen des Kinderhaus-Alltages: um Haus und Garten, um Finanzielles, Personal und Buchhaltung, um den Einkauf und vieles mehr. Die Elternschaft wählt den Vereinsvorstand und dessen Beirat aus den eigenen Reihen. Im Arbeitgebergremium führen Eltern unter anderem Mitarbeiter-Gespräche und vermitteln in Konflikten zwischen Team und Elternschaft. Zweimal im Jahr verbringen die Eltern ein Wochenende im Kinderhaus, reparieren und renovieren, waschen und putzen.

In einer Befragung wird jährlich ermittelt, wie zufrieden die Eltern mit der pädagogischen Arbeit, der Elternarbeit und den organisatorischem Rahmen sind.

Erfahrungssplitter:
"Das Kinderhaus ist für mich ein guter Ort zu lernen, Kinder achtsam und wertschätzend in ihrem Tun zu begleiten, ohne die Leitung zu übernehmen. In diesem Sinne sollten wir uns die Fähigkeit unserer Kinder, Auseinandersetzungen auszuhalten und Gefühle zu leben, aneignen, anstatt sie ihnen zu nehmen." Andrea Messerschmid, bis 2004 mit Leonie im Kinderhaus

"Ich habe oft Elternhaus statt Kinderhaus gesagt und es ist auch so, die Eltern wollen sich ebenso wohlfühlen wie die Kinder. Und ich wollte ja auch mehr Intimität und Auseinandersetzungsmöglichkeiten als das in städtischen Kindergärten möglich war. Ich wollte so was wie eine große Familie, die sich durch die Gespräche entwickelt. Oft haben sich aber nur die Fronten verhärtet...Und es gab eine Menge "Psycho". Und dann gibt es ja immer Sympathien und Antipathien, die meistens auch nur versteckt angesprochen wurden." Brigitte Ullher, 1991 mit Timon im Kinderhaus.
Interesse an Plätzen für Kinder geb. zw. 1.4.2008 und 31.3.2012? Bitte anrufen!
Samstag, 14. Juli 2012: Sommerfest!