Das Kinderhaus an der Spervogelstraße e.V. ist eine Eltern-Kind-Initiative. Die Grundidee: Zeit für Eltern, um einer Berufstätigkeit nachzugehen und sich selbst zu verwirklichen, während die Kinder sicher und gut betreut sind. Der gemeinnützige Verein betreibt eine Krippe, die von der Landeshauptstadt München gefördert wird, und einen staatlich anerkannten Kindergarten. So können die Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt in derselben Einrichtung bleiben.

Im Kinderhaus leben die Kinder nach eigenen Maßstäben, erproben soziales Handeln und entwickeln kommunikative Fähigkeiten gemäß ihrem eigenen Rhythmus, ohne ständig auf Schranken und Hindernisse der Erwachsenen zu treffen. Die Kinder werden ganztägig betreut, Eltern tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig. Kinder und Erwachsene bauen vielfältige Beziehungen jenseits der Familiengrenzen aus. Auch außerhalb der Öffnungszeiten ist hier ein Platz für Familien.

Die Selbstverwaltung fordert von Eltern und Team einen hohen zeitlichen Aufwand und persönlichen Einsatz. Die Eltern gestalten und bestimmen mit und stellen sich den besonderen Anforderungen einer Elterninitiative.

Im Kinderhaus setzen sich die Erwachsenen mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander. Dazu gehört eine interkulturelle Sichtweise, um ethnozentristische Weltbilder zu überwinden, Nationalismen abzubauen und sich in die Welt Anderer einzufühlen. Faschistische Tendenzen werden nicht toleriert. Mütter wie Väter haben gleichermaßen teil am Kinderhaus-Leben. Die Prävention sexueller Übergriffe ist ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Das Kinderhaus befindet sich in der Spervogelstraße in Oberföhring auf einem 3000 Quadratmeter großen Grundstück mit altem Baumbestand. Es besteht aus einer alten Villa und Nebengebäuden (Speisesaal mit Küche, Werkstatt, Garage). Im dreigeschossigen Hauptgebäude gibt es die Garderobe, das Mal- und Bastelzimmer, verschiedene Spielräume, zwei Schlafräume und das Matratzenzimmer mit dem Kletterturm. In jedem Stockwerk sind kindgerechte sanitäre Einrichtungen mit Wickel-Gelegenheiten vorhanden. Das Büro und das Teamzimmer ist vorwiegend den Erwachsenen vorbehalten.

Der große Garten mit seinen Bäumen dehnt sich über mehrere Ebenen aus und bietet viele Spielflächen und allerlei Spielmöglichkeiten. Das naturbelassene Gelände mit Hängen, Büschen, Kletterbäumen sowie Beeten mit Zier- und Nutzpflanzen birgt zu jeder Jahreszeit zahlreiche Entfaltungsmöglichkeiten und Rückzugsbereiche.

Erfahrungssplitter:
"Ich find so schön an diesem Kinderhaus, dass das ein erweitertes Zuhause ist für die Kinder und für einen selbst auch. Dass man sich da mit dran beteiligt." Greta Tüllmann, bis 1982 mit Jula im Kinderhaus, bis 1986 Vorstandsmitglied.

"Mit der Zeit...lernte ich die Vorzüge des Kinderhauses mehr und mehr schätzen. Dass das Kind woanders übernachten kann, dass ich auch mal länger arbeiten kann, Elia zu anderen Kindern mitfahren kann. Die Erkenntnis, dass es für ihn dadurch familienergänzend ist. Zu wissen, er fühlt sich sicher und ist gut aufgehoben, ob im Kinderhaus oder bei anderen Leuten. Und wenn es mal brennt, gibt es doch einen ziemlich großen Kreis an hilfsbereiten Leuten, die ich anrufen kann." Corina Scholz bis 2002 mit Elia im Kinderhaus.
Interesse an Plätzen für Kinder geb. zw. 1.4.2008 und 31.3.2012? Bitte anrufen!