unser Team

Kinder sind Subjekte eigener Erfahrung und nicht Objekte pädagogischen Formens. Sie sind aktiv handelnde Personen, die sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Sie werden als eingeständige Persönlichkeiten akzeptiert. Die pädagogische Arbeit der Bezugspersonen ist auf eine intensive Beziehungsarbeit ausgerichtet.

"Das Team besteht aus neun Fachkräften (vier bzw. fünf Erzieher, zwei bzw. drei Kinderpfleger, einem Vor- und einem Berufspraktikanten), einem Zivildienstleistenden und einem Koch." Jeweils zwei Pädagogen kümmern sich um die Kleingruppen der Ein-, Zwei- und Dreijährigen, drei Kräfte um den Kindergarten. In einem jährlich rotierenden Modus verändert sich die Aufteilung. Dabei werden Prioritäten eingehalten, zum Beispiel behalten die Einjährigen eine ihrer Bezugspersonen für zwei Jahre.

Die Team-Mitglieder sind gleichberechtigt, arbeiten eigenverantwortlich und selbständig. Sie wirken gruppenübergreifend und raumdeckend zusammen. Sie setzen sich kontinuierlich mit den konzeptionellen Inhalten des Kinderhauses auseinander. Die Team-Mitglieder gestalten die monatlichen Vollversammlungen (großer Elternabend), die Eltern-Team-Wochenenden und die Elternabenden der Kleingruppen mit. In Zusammenarbeit mit den Eltern bereiten sie Personaleinstellungen vor und informieren interessierte Eltern vor einer Aufnahme. Jedes Team-Mitglied übernimmt eine weitere Aufgabe wie den Einkauf, die Pflege des Gartens oder des Büros, die Wäsche oder das Aufräumen der Garderobe.

Das Team einer Kleingruppe und das gesamte Team treffen sich wöchentlich zu Besprechungen. Dabei organisiert es den Alltag, plant Aktionen, reflektiert das eigene pädagogischen Handeln und das Verhalten der Kinder. Das Team arbeitet neue Mitglieder ein und leitet Praktikanten an. Je nach Bedarf führen die Bezugspersonen Elterngespräche. Alle zwei Monate trifft sich das Team außerhalb des Kinderhauses zum Klausurtag, an dem es sich entweder fortbildet oder spezielle Themen erarbeitet. Mit Fragen der aktuellen Arbeit setzt sich das Team außerdem zweimal im Jahr während einer zweitägigen Klausur auseinander. Jedes Team-Mitglied hat ein Zeit- und ein Geldbudget für Fortbildungen. Diese sollen die Arbeit im Kinderhaus fördern und neue Impulse für die pädagogische Praxis geben.

Erfahrungssplitter:
"Das Kinderhaus ist ein guter Arbeitsplatz. Er steht und fällt mit der Qualität der Kommunikation zwischen Eltern und Team und der Teamis untereinander. Wenn die gut ist, dann läuft das Kinderhaus quasi von selber." Stephan Hock, Bezugsperson von 1985 bis 2000, mit Mara, Rosa und Serafina bis 1999 im Kinderhaus.

"Einerseits ist es ein relativ selbstbestimmtes Arbeiten und man lernt sehr viel über sich, andererseits ist es sehr, sehr kraftraubend und auch ausbeutend - wie allgemein im sozialen Bereich, insbesondere mit Kleinkindern" Corinna Springer, bis 1992 mit Julie im Kinderhaus, bis 1998 Bezugsperson.

"Ich möchte, dass die Kinder lernen, Rücksicht zu nehmen, wenn ich zum Beispiel Bürokram mache oder mich mit einer anderen Person unterhalte. Ich halte es für wichtig, dass die Kinder begreifen, dass meine Bedürfnisse neben den ihren eine Berechtigung haben. Natürlich gehen die ihren vor, wenn es sich um pflegerische Bedürfnisse handelt." Pezi Novi, bis 2004 mit Lea und Emma im Kinderhaus, seit 2000 Bezugsperson.
Interesse an Plätzen für Kinder geb. zw. 1.4.2008 und 31.3.2012? Bitte anrufen!